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Unmut über Stillhaltetaktik der Landesregierung bei der Schließung von Berufsschulen

„Die Stadt Erfurt plant die Schließung der Rudolf-Diesel-Schule, der ersten Berufsbildenden Europaschule der Landeshauptstadt, und stößt damit berechtigter Weise auf Unverständnis bei den Betroffenen“, sagt Susanne Hennig und verweist auf die mehrfach von der Linksfraktion erhobene Forderung, dass die Landesregierung, statt nur abzuwarten, sich langfristig und moderierend der Berufsschulnetzplanung annehmen sollte.

„Die Schulträger müssen jetzt ohne eine übergeordnete landesweite Planung über ihre Schulnetze entscheiden oder haben das bereits getan. Das hat möglicherweise die Schließung der berufsbildenden ‚Europaschule’ in Erfurt zur Folge, ohne dass dabei wirtschaftliche oder landespolitische Interessen berücksichtigt werden“, kritisiert die Sprecherin der Linksfraktion für Ausbildungs- und Studierendenfragen.

Die Berufsbildende Rudolf-Diesel-Schule in Erfurt sei ein Beispiel für das Chaos, das die CDU/SPD-geführte Landesregierung bei der Schulnetzplanung zulasse. Teure Ausstattung, Sanierungsmittel und europäische Fördermittel seien in die Berufsschule geflossen. Was damit werde, sei nun ungewiss. „Mit etwa 730 Schülerinnen und Schülern ist die Diesel-Schule zwar keine große Schule, aber es ist zu erwarten, dass sich die Fahrkosten zu anderen Ausbildungsorten drastisch erhöhen und damit auch den Landeshaushalt zusätzlich belasten“, gibt die Abgeordnete außerdem zu bedenken.

„Die Linksfraktion hat erneut einen aktuellen Bericht der Landesregierung über die Veränderungen an Berufsschulen im angelaufenen Schuljahr im Bildungsausschuss des Landtags auf die Tagesordnung gesetzt. Wir werden bei diesem Thema nicht locker lassen und bestehen auf einen landesweiten Planungsprozess, in den alle Interessengruppen einbezogen werden“, so Hennig abschließend.