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Susanne Hennig-Wellsow

R2G: Das Gute-Kita-Gesetz verbessert Betreuungsqualität, Arbeitsbedingungen und ermöglicht weiteres beitragsfreies Kita-Jahr

Die rot-rot-grünen Koalitionsfraktionen haben sich heute mit dem Bildungsministerium über die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes in Thüringen verständigt. Die vom Bund für den Freistaat bereitgestellten 136,5 Millionen Euro sollen genutzt werden, um ab 1.8.2020 auch das vorletzte Kita-Besuchsjahr beitragsfrei anzubieten sowie die Betreuungsqualität und die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher weiter zu verbessern. Vorgesehen ab 2020 sind verbesserte Personalschlüssel durch stärkere Anrechnung von Urlaub, Krankheit und Fortbildung für alle Kindertageseinrichtungen und ein verbesserter Betreuungsschlüssel für 4- bis 5-jährige Kinder. Zudem starten Modellprojekte zur praxisintegrierten Erzieherausbildung und zur Bildung von multiprofessionellen Teams an Kitas mit sozial schwierigem Umfeld.

Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende der LINKEN, erklärt dazu:
„Es ist uns ein Herzensanliegen, die frühkindliche Bildung weiter zu verbessern und gleichzeitig Familien finanziell stärker zu unterstützen. Rot-Rot-Grün sorgt ab kommendem Jahr für ein weiteres beitragsfreies Kita-Jahr. Damit entlasten wir Familien um insgesamt 2880 Euro. Außerdem wollen wir, dass mehr Personal in den Kitas haben und so die Betreuungsqualität verbessern. Das sind wichtige Schritte zu mehr Bildungsgerechtigkeit.
Gleichzeitig werden wir die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern stärken. Deswegen wird es ab 2020 auch in Thüringen erstmals einen Ausbildungsgang geben, der eng mit der Praxis verzahnt und mit einem tariflichen Ausbildungsentgelt verbunden ist. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Tätigkeit im Bereich der frühkindlichen Bildung deutlich attraktiver zu machen.“

Matthias Hey, Fraktionsvorsitzender der SPD, betont:
„Der SPD ist bei der Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes besonders wichtig, dass wir ab 2020 nicht nur die Thüringer Familien weiter finanziell entlasten, sondern gleichzeitig auch weitere Schritte zur Verbesserung der Kita-Betreuungsqualität und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Einrichtungen gehen. Wir haben uns in der Koalition erfolgreich für ein Modellprojekt eingesetzt, bei dem 100 Kitas in einem schwierigen sozialen Umfeld ab 2020 gezielt zusätzliche Personal- und Sachmittel erhalten, um höhere Förderbedarfe besser abdecken und multiprofessionelle Teams bilden zu können.“

Dirk Adams, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ergänzt:
„630 Erzieher*innen mehr – das ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung junger Familien. Wir sind sehr froh, dass wir noch in diesem Jahr weitere Schritte für eine gute Betreuung für alle Kinder von Anfang gehen werden. Das bedeutet insbesondere: eine Verbesserung des Kita-Betreuungsschlüssels, verbesserte Vertretungsmöglichkeiten für die Erzieher*innen, die Einführung eines dreijährigen Modellprojekts für multiprofessionelle Teams sowie eine attraktivere und praxisnähere Ausbildung für Erzieher*innen. Neben der finanziellen Entlastung von Familien durch ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr, verbessern wir damit konsequent die Betreuungsqualität in unseren Kitas.“