Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Susanne Hennig-Wellsow

Lohnangleichung zwischen Ost und West

Während des heute und morgen stattfindenden 5. Parlamentariertages in Leipzig diskutieren mehr als 200 Abgeordnete der LINKEN aus Bund und Ländern, Mitglieder des europäischen Parlaments, linke StaatssekretärInnen und MinisterInnen mit Gästen aus Wissenschaft, Kunst und Politik, AutorInnen und VertreterInnen aus Vereinen und Verbänden über ihre Entwicklungserwartungen für die Region Ostdeutschland. Die Fraktionsvorsitzendenkonferenz, die zudem stattfindet, hat heute zu diesem Thema die „Leipziger Erklärung zur Lohnangleichung zwischen Ost und West“ beschlossen.

Die Ostdeutschen arbeiten pro Jahr im Durchschnitt 67 Stunden länger und erhalten dafür durchschnittlich 5000 Euro weniger Gehalt als ihre westdeutschen KollegInnen. „Der Lohnabstand ist inakzeptabel. Wir bleiben hartnäckig bei unserer Forderung, die Ost-West-Lohnmauer endlich zu überwinden“, begründet Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag und Parteivorsitzende in Thüringen, die „Leipziger Erklärung“.

Aktuell hat auch der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes eine Resolution mit dem Themenschwerpunkt „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West – es ist höchste Zeit“ vorgelegt. Darin wird unter anderem gefordert, Wirtschaftsförderung und öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen zu geben und die flächendeckende Verbindlichkeit von Tarifverträgen zu stärken (Verfahren für Allgemeinverbindlicherklärung).

„Ein wichtiger Weg, um den Lohnabstand zu minimieren, liegt in der Stärkung der Tarifbindung. Auch in dieser Frage steht die LINKE an der Seite des DGB. Gemeinsam setzen wir uns für mehr tarifliche Arbeitsbedingungen ein“, unterstreicht Hennig-Wellsow. Höhere Löhne, bessere Renten und bessere Arbeits- und Ausbildungsplätze seien für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West unverzichtbar.
„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und gleiche Rente für gleiche Lebensleistungen in Ost und West, für Frauen und Männer, Deutsche und Nichtdeutsche, für Jung und Alt“, fordert die LINKE-Fraktionschefin.