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Susanne Hennig-Wellsow

18 Jahre nach Gutenberg-Massaker

Heute jährt sich der Tag des Massakers am Erfurter Gutenberg-Gymnasium zum 18. Mal. Der 26. April 2002 war einer der schockierendsten und schrecklichsten Tage in der Geschichte Thüringens: Ein 19-jähriger Attentäter hatte 16 Menschen - Schüler, Lehrer, eine Sekretärin, einen Polizisten - und dann sich selbst erschossen. „Auch an diesem 26. April gehören unsere Gedanken den Familien und Freunden der Opfer. Das Massaker hat in unserer Erinnerung tiefe Spuren hinterlassen. Manche Betroffene leiden bis heute unter den traumatischen Eindrücken von damals“, so Hennig-Wellsow.

Das Attentat war Anlass, maßgebliche Änderungen vorzunehmen, vor allem in der Bildungspolitik.

Unter anderem wurde damals für Gymnasiasten die verpflichtende „besondere Leistungsfeststellung“ am Ende der 10. Klasse eingeführt, um künftig auszuschließen, dass junge Menschen, die bereits vor dem Abitur das Gymnasium verlassen, ohne Abschluss dastehen. Zudem wurde in den letzten Jahren die Schulsozialarbeit deutlich verstärkt. Gerade mit dem Landeshaushalt 2020 wurden die Mittel für die die Schulsozialarbeit in Thüringen von Rot-Rot-Grün um mehr als 10 Millionen Euro erhöht und verstetigt - das bedeutet einen Aufwuchs von ca. 180 Stellen, die an den Schulen dringend gebraucht werden.


Hennig-Wellsow mahnt, dass auch die Debatte über den Umgang mit Waffen fortgeführt werden müsse, so etwa über den Besitz von halbautomatischen Waffen oder Großkaliberwaffen mit besonderer Durchschlagskraft. Zudem müssten mehr Anstrengungen für eine sichere Aufbewahrung und qualifizierte Zuverlässigkeitsprüfungen durchgeführt werden. Vor allem aber brauche es effektive Kontrollen, von denen man noch weit entfernt sei. Sie verweist auch auf den Anstieg von Fällen in der Bundesrepublik, bei denen 2019 mit Schusswaffen gedroht (+18,1 Prozent, 4.512 Fälle) oder geschossen wurde (+2,5, 4.639 Fälle).


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