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Niemals vergessen!

Welche Bedeutung hat der 9. November?
Ist er vor allem der Tag des Mauerfalls 1989? Oder verbinde ich damit den Putschversuch von Hitler in München 1923 oder ist es die Reichspogromnacht 1938 als zum Sturm gegen Juden geblasen wurde?  Noch einige weitere Ereignisse könnten genannt werden.
Der Fall der Mauer ist ganz sicher ein wichtiges Ereignis in unserer Geschichte, aber der 9. November 1939 ist aktueller denn je.
Der Putschversuch von Hitler 1923 und diese verhängnisvolle Nacht 1938 haben viel miteinander zu tun. Der Tag der Pogrome war bewusst gewählt, war er doch für die Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) ein wichtiges Datum. Jedes Jahr gedachten sie mit dem Marsch auf die Feldherrnhalle in München des missglückten Hitler-Putschs von 1923.
Gleichwohl, nicht erst 1938, sondern bereits mit der Machtübernahme Adolf Hitlers 1933 begann die judenfeindliche Politik der deutschen nationalso-zialistischen Regierung. Bereits am 1. April 1933 gab es die erste zentral gesteuerte Terroraktion im Deutschen Reich: den Juden-Boykott. "Kauft nicht bei Juden" stand auf Schildern an jüdischen Geschäften geschrieben.
Am Morgen nach dem 9. November 1938 ähnelte Deutschland einem Trümmerhaufen: Zerstörte Geschäfte, geplünderte Wohnungen, brennende Syn- agogen. 30.000 Juden wurden verhaftet, viele in den Tod getrieben. Es war nicht – wie die Nationalsozialisten behaupteten – der spontane Volkszorn, der sich gegen das jüdische Volk entlud, sondern ein gezielter Pogrom der faschistischen Partei.
Nach der Niederlage des Faschismus und dem Sieg der Sowjetunion und der Antihitlerkoalition über das Deutsche Reich waren sich alle politischen Kräfte weitgehend einig „Nie wieder“ soll eine solche, unmenschliche Diktatur eine Chance haben.
In der heutigen Zeit wird wieder gehetzt, Häuser brennen und Menschen werden durch die Straßen gejagt. Wieder ist es eine bestimmte Gruppe von Menschen, denen der Hass gilt. Menschen, die auf der Flucht sind vor Krieg, Verfolgung, Gewalt und Hunger.
Wir wissen, dass sich Geschichte nicht geradlinig wiederholt aber Parallelen werden immer deutlicher.
Nie wieder sollte so etwas in Deutschland möglich sein. Nie wieder? Die Wahlergebnisse der AfD bei den Bundestagswahlen lassen Zweifel aufkommen, dass dieses "Nie wieder" noch gilt.
Ist es nur Geschichtsvergessenheit oder liegen die Ursachen tiefer? Klar ist für uns, dass wir nicht einfach zuschauen und zuhören können, wenn alte und neue Nazis ihre alten Parolen im neuen Gewand schreien. „Wir werden sie Jagen“, schreit  Alexander Gauland in die Mikrophone beim Einzug der AfD in den Bundestag.
Niemals vergessen!
„Es fing nicht mit Gaskammern an. Es fing an mit einer Politik, die vom WIR gegen DIE sprach. Es fing an mit Intoleranz und Hassreden. Es fing an mit der Aberkennung von Grundrechten. Es fing an mit brennenden Häusern. Es fing an mit Menschen, die einfach wegschauten.“ (Unbekannt)
Lasst uns nicht wegschauen sondern aktiv gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft kämpfen, in der Familie, im Bekanntenkreis, im Verein und Überall.
Jürgen Spilling


Susanne Hennig-Wellsow

Matthias Eckert

"Liebe Erfurter*innen,
in den letzten Jahren haben wir mit der Ramelow-Regierung viel erreicht,
um das Leben in unserer Stadt und ganz Thüringen zu verbessern.
Ein neues Schulgesetz, ein neuer Feiertag und zwei beitragsfreie Kitajahre.
Aber DIE LINKE. und ich wollen mehr erreichen. Ich will unter anderem den Mietendeckel für Thüringen, eine sozial-ökologische Wende und ein Modellprojekt für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Für ein lebens- und liebenswertes Erfurt, indem wir gemeinsam aufwachsen, zusammenleben und alt werden können.

Ihre Susanne Hennig-Wellsow"

Susanne Hennig-Wellsow ist Landesparteivorsitzende der LINKEN in Thüringen und Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag.