Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Mario Hesselbarth

100 Jahre Oktoberrevolution

Plakat zum 5. Jahrestag der Oktoberrevolution und dem 4. Kongress der Kommunistischen Internationale; Grafik: Ivan Vasilyevich Simakov
Plakat zum 5. Jahrestag der Oktoberrevolution und dem 4. Kongress der Kommunistischen Internationale; Grafik: Ivan Vasilyevich Simakov

Der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917 ist Anlass, an ihre historischen Ursachen und weltge- schichtliche Bedeutung, an die mit ihr verbundenen Hoffnungen auf Frieden, soziale Befreiung und Selbstbestimmung der Massen, aber auch deren Enttäuschungen zu erinnern. Mit ihr verbanden sich große historische Chancen und Leistungen, aber auch tiefe Widersprüche und Irrwege bis hin zum Stalinismus und seinen Verbrechen. Wie die Februarrevolution war auch die Oktoberrevolution 1917 zuerst eine Revolution für den Frieden, um aus dem Todeskreislauf des imperialistischen Ersten Weltkriegs auszubrechen. Sie gab den Auftakt zu den nachfolgenden revolutionären Erschütterungen in Europa, Asien und Lateinamerika für Demokratie und soziale Befreiung. Erstmals seit der blutigen Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 hatte sie die soziale Revolution praktisch auf die Tagesordnung der Geschichte gesetzt. Trotz aller Eigeninteressen bildete die Sowjetunion ein Gegengewicht zu den imperialistischen Mächten. Unter ungeheuren Opfern trug sie im Zweiten Weltkrieg die Hauptlast im Kampf gegen Nazi-Deutschland und rettete gemeinsam mit ihren westlichen Alliierten die Menschheit vor der faschistischen Barbarei. Die nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und Mitteleuropa sowie in Asien und Lateinamerika entstandenen sozialistischen Staaten stellten die bis dahin größte Herausforderung für den Kapitalismus dar. Ohne sie und die zeitweise einflussreichen kommunistischen Parteien in Westeuropa wären weder das Ende des Kolonialismus noch das „sozialdemokratische Jahrhundert“ (Dahrendorf) mit seinen emanzipatorischen, demokratischen und sozialen Fortschritten im Westen denkbar.
Trotz der zumindest zeitweise bemerkenswerten sozialen und kulturellen Leistungen in der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern, einschließlich der DDR, wurde der innere Widerspruch zwischen dem avantgardistischen Selbstverständnis der kommunistischen Parteien und dem Anspruch der Massen auf reale Mitsprache und Mitbestimmung nie gelöst. Die hieraus resultierende Reformunfähigkeit hat 1989-91 entscheidend zum Ende des Staatssozialismus sowjetischer Prägung beigetragen. Die Schwierigkeiten und Widersprüche sozialistischer Umwälzungen werden eben erst offenbar, wenn sie praktisch versucht und sich die „Mühen der Ebene“ zeigen. Die Überwindung der damit verbundenen Probleme wird nur auf breiter demokratischer Grundlage erfolgen können. Insofern lehrt auch die Oktoberrevolutionen 1917: Ohne Demokratie kein Sozialismus!

Erklärung der Historischen Kommission beim Parteivorstand der Partei DIE LINKE

Mario Hesselbarth,
Mitglied der Historischen Kommission beim Parteivorstand DIE LINKE


Susanne Hennig-Wellsow

Matthias Eckert

"Liebe Erfurter*innen,
in den letzten Jahren haben wir mit der Ramelow-Regierung viel erreicht,
um das Leben in unserer Stadt und ganz Thüringen zu verbessern.
Ein neues Schulgesetz, ein neuer Feiertag und zwei beitragsfreie Kitajahre.
Aber DIE LINKE. und ich wollen mehr erreichen. Ich will unter anderem den Mietendeckel für Thüringen, eine sozial-ökologische Wende und ein Modellprojekt für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Für ein lebens- und liebenswertes Erfurt, indem wir gemeinsam aufwachsen, zusammenleben und alt werden können.

Ihre Susanne Hennig-Wellsow"

Susanne Hennig-Wellsow ist Landesparteivorsitzende der LINKEN in Thüringen und Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag.