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Susanne Hennig-Wellsow

Zur Verleihung des Thüringer Verdienstordens an den Antifaschisten Günter Pappenheim

Archiv-Foto: Jens Meyer

Zur Verleihung des Thüringer Verdienstordens an den Antifaschisten Günter Pappenheim erklärt die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag, Susanne Hennig-Wellsow: „Ich freue mich ganz besonders, dass Günter Pappenheim für seine Arbeit unter anderem als Vorsitzender der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora sowie als erster Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora die höchste Anerkennung erhält, die unser Land für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Ich schließe mich dieser Verbeugung für sein Engagement über viele viele Jahrzehnte an.“

Günter Pappenheim habe sich zeitlebens für Aufarbeitung und Erinnerung eingesetzt, er habe die Stimme erhoben gegen alte und neue Nazis, gegen die Verharmlosung der Rechtsradikalen, gegen das Vergessen. »Solidarität, Freiheit und Menschlichkeit sind sein Kompass«, so Hennig-Wellsow weiter. Sie habe in Günter Pappenheim nicht nur einen verlässlichen Mitstreiter im Engagement gegen Nationalismus und völkischem Denken, Rassismus und Antisemitismus; sondern auch einen Freund.

Hennig-Wellsow nutzt den Anlass der Ehrung Günter Pappenheims, um abermals gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit der größten bundesdeutschen Organisation von Antifaschist*innen, der VNN/BdA, zu protestieren. „Wer sich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzt, hat meine volle Unterstützung. Antifaschismus ist gemeinnützig - was denn sonst“, so die Vorsitzende der Linksfraktion.

Sie sehe sich auch hierin ganz mit Günter Pappenheim einig, so Hennig-Wellsow. „75 Jahre nach der Befreiung vom NS-Terror, in Zeiten, in denen rechter Terror und rassistische Hetze das Leben von Menschen bedrohen, ist Erinnerung an die NS-Verbrechen und Gedenken an die Opfer wichtiger denn je. Nie wieder! Der VNN/BdA leistet in diesem Sinne unverzichtbare Aufklärungs- und Bildungsarbeit. Dieses Engagement als extremistisch zu diffamieren, wie es der bayrische Verfassungsschutz tut, läuft auf eine infame und inakzeptable Gleichsetzung von Antifaschist*innen mit Rechtsradikalen hinaus. Darauf auch noch den Entzug der Gemeinnützigkeit des VNN/BdA zu gründen, ist politisch gefährlich und darf nicht hingenommen werden.“


Susanne auf Twitter

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Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.