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Susanne Hennig-Wellsow

Was wir den Menschen schuldig sind

Vor einigen Tagen veröffentlichte das Robert-Koch-Institut dramatische Zahlen über Covid-19-Todesfälle in sozial stark benachteiligten Regionen: Wo viel Armut herrscht, starben während der zweiten Infektionswelle rund 50 bis 70 Prozent mehr Menschen an Corona als in Regionen, in denen die Menschen sich ein besseres, ein gesünderes Leben leisten können. 

Von einem öffentlichen Aufschrei habe ich nichts mitbekommen. Eilig einberufene Sitzungen von Ministerien? Hat es meines Wissens nicht gegeben; ebenso wenig wie Sondersendungen zur TV-Primetime. Was die aufgrund ihrer sozialen Lage besonders Gefährdeten dringend brauchen, ist ein Sofortprogramm für Gesundheitsschutz.

Mehr dazu in meinem Gastbeitrag in der "Frankfurter Rundschau".


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.