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Urlaubsgeld für alle

In der Bundesrepublik erhalten weniger als die Hälfte (46 Prozent) aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft Urlaubsgeld. Das geht aus einer Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Für Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, machen die Zahlen zwei Dinge deutlich: »Wir brauchen mehr tariflich abgesicherte Beschäftigung. Nur so werden mehr Menschen Urlaubsgeld erhalten. Und für all jene, die wenig verdienen oder erwerbslos sind, muss es ein Sofort-Urlaubsgeld in Höhe von 500 Euro geben.«

Kein Tag vergehe, so Hennig-Wellsow, an dem nicht mindestens ein Mitglied der Bundesregierung die schönen Aussichten auf einen Sommerurlaub nach Corona preise. »Aber nicht einmal die Hälfte der Beschäftigen erhält einen Zuschuss von den Unternehmen, im Osten ist es gerade einmal ein Drittel. Auch Erwerbslose gehen leer aus. Deutlich besser gestellt sind Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben, wie das auch bei Löhnen und Gehältern der Fall ist. Die Politik ist hier keineswegs machtlos. Im Gegenteil. Sie  setzt die Rahmenbedingungen der Tarifpolitik. Der Schlüssel ist hier ein vereinfachtes Verfahren für die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen. Damit würde die Reichweite von Tarifverträgen deutlich steigen. Millionen Menschen erhielten höhere Löhne und endlich auch ein Urlaubsgeld.«

Doch die Union ist dazu nicht bereit. Auch deshalb brauche es, so Hennig-Wellsow, nach der Bundestagswahl ein andere, eine progressive Regierung.

»Und für all die, die weder Urlaubsgeld bekommen, noch etwas sparen konnten, braucht es eine schnelle und unbürokratische Unterstützung. Denn auch diese Menschen haben in diesem Sommer Ferien vom Lockdown verdient. Menschen mit niedrigem Einkommen, also Sozialleistungs- und Wohngeld-Berechtigte, sollten zum 1. Juli einmalig 500 Euro Urlaubsgeld überwiesen bekommen. Gerade ärmere Menschen haben in den vergangenen Monaten durch beengte Wohnverhältnisse und wenig Auskommen besonders unter den Corona-Maßnahmen gelitten. Wenn wir uns alle auf die warme Zeit im Freien freuen, sollten auch alle etwas davon haben.«


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.