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Pressemitteilung

So wird Spaltung zementiert

Zu der von Bundesarbeitsminister Heil geplanten staatlichen Förderung von Haushaltshilfen erklärt Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der LINKEN:

»Bundesarbeitsminister Heil möchte die Haushaltshilfen aus der Schwarzarbeit holen. Das Ziel ist gut, aber das Mittel greift zu kurz. Denn nicht nur die fehlende soziale Absicherung ist ein Problem, sondern auch die niedrige Entlohnung. Ein garantierter Stundenlohn von 12 Euro ist natürlich besser als 8, 9 oder 10 Euro. Aber auch von 12 Euro lässt es sich alles andere als gut leben. Und auch die Rente fällt nach 45 Versicherungsjahren dann so schmal aus, dass es nicht zum Leben reicht.

Wenn der Staat Beschäftigung fördert, dann sollten allgemeinverbindliche Tarifverträge zugrunde gelegt werden. Das ist der einzig vernünftige Weg, um Menschen ein gutes Einkommen zu ermöglichen.

Die geplanten Zuschüsse haben aber auch noch einen zweiten Haken: Sie zementieren die Spaltung der Gesellschaft in Bezieherinnen und Bezieher guter Einkommen, die sich mit Haushaltshilfen das Leben erleichtern und in eine Dienstleistungsklasse, die die Wohnungen der anderen putzt, ohne je selbst die Chance auf einen gesellschaftlichen Aufstieg zu bekommen. Und diese Menschen, die auch Kinder allein erziehen oder Angehörige pflegen, werden aufgrund der niedrigen Entlohnung auch mit den Gutscheinen nie selbst eine Haushaltshilfe anstellen, weil sie sie sich schlichtweg nicht leisten können.

Damit würde die Kluft zwischen Menschen mit guten Einkommen und einer arbeitenden aber armen Dienstleistungsklasse weiter zementiert, statt sie aufzubrechen. Dazu gibt es Alternativen: Mit einer deutlichen Arbeitszeitverkürzung für alle würde der Druck geringer, Hausarbeit zu delegieren. Und mit der Ausweitung allgemeinverbindlicher Tarifverträge würden Niedriglöhne für Haushaltshilfen ausgeschlossen.«


Wahlspot Susanne Hennig-Wellsow zur Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021

Liebe Wählerinnen und Wähler in Erfurt, Weimar und dem Grammetal,

DIE LINKE hat knapp den Einzug in den Bundestag geschafft, das stellt uns in den kommenden vier Jahren vor besondere Herausforderungen.
Ich werde Erfurt, Weimar und das Grammetal im Bundestag, für Sie und Euch, vertreten.
Für eine gerechte, lebensfrohe Zukunft für dieses Land und für Sie. Ich streite für diejenigen, die von der Politik bisher zurückgelassen wurden. Mit klarer Haltung gegen Rechts und für mehr Demokratie.

Susanne Hennig-Wellsow

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Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.