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Marx ist nicht tot!

Am 5.Mai 2018 jährt sich der 200.Geburtstag von Karl Marx. Die Landes- und Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow würdigt angesichts dieses Jubiläums den Inspirator vieler linker Ideen:

"Zum 200. Geburtstag ist Marx keineswegs tot. Dies ist nicht nur seiner Präsenz in der Öffentlichkeit geschuldet. Marx ist aktuell, da seine Methode uns weiterhin voranbringt. Er analysierte die ökonomischen Verhältnisse messerscharf und systematisch. Er war stets bereit eigene Annahmen und Schlussfolgerungen zu überdenken. Marx war dabei leidenschaftlich und zum Teil zerstörerisch gegen sich selbst und seine Umwelt. Er verband Analyse und politisches Engagement. Sein Denken und Handeln war auf die Befreiung der Arbeitenden gerichtet. Sein Leitsatz es ginge darum, 'alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist', ist heute immer noch Maßgabe für Linke.

Natürlich müssen wir diese Maßgabe aktualisieren. Sich dabei an Marx zu orientieren, kann uns nur voran bringen. Wie wollen wir sonst die Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 oder die Umstrukturierung der Arbeitswelt wirklich tief analytisch durchdringen? Was ihn auszeichnete, war ein wildes Denken, wie es der Marxist Antonio Negri bei Baruch Spinoza nannte. Er ging selbst immer über sein bisheriges Denken hinaus. Wenn wir auch über ihn hinaus in die Analyse heutiger Verhältnisse und Marx' blinder Flecken - etwa des digitalen Kapitalismus oder der Geschlechterverhältnisse - wollen, kommen wir an einer erneuten Auseinandersetzung mit ihm nicht vorbei. Marx bleibt mit seinen Denkbildern, seiner geistigen Flexibilität und seiner klaren politischen Haltung Vorbild."


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.