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Susanne Hennig-Wellsow

LINKE-Initiative gegen Bodenspekulationen

In Thüringen steigen Preise für Acker- und Grünland kontinuierlich an, gleichzeitig wächst der Anteil landwirtschaftsfremder Investoren unter den Käufern. „Wir laufen Gefahr, dass viele unserer heimischen Landwirtschaftsbetriebe verdrängt werden. Daher ist jetzt Handeln und Gegensteuern angesagt“, unterstreicht Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Linksfraktion, während der heutigen Beratung unserer Großen Anfrage zu Bodenspekulationen in Thüringen.

Im Jahr 2007 gab es in Thüringen rund 3.800 Landwirtschaftsbetriebe. Seitdem haben wir 200 Betriebe verloren. Derzeit kostet der Hektar Agrarland knapp 11.000 Euro. Für Gründerinnen und Gründer wird es angesichts dieser Preise immer schwerer, sich selbständig zu machen. „Diesen Entwicklungen müssen wir entgegenwirken. Tun wir das nicht, werden wir in zehn oder zwanzig Jahren nicht mehr von unserer Landwirtschaft sprechen können. Weil dann neue Großgrundbesitzer – neudeutsch: Investoren – auf Thüringer Böden Monokulturen anbauen, für Biosprit, für Futtermittel und dergleichen“, so Hennig-Wellsow.

Die LINKE-Politikerin stellte heute im Landtag Eckpunkte für einen Gesetzentwurf vor, um sowohl dem Ausverkauf unserer heimischen Landwirtschaft entgegenzusteuern als auch unseren ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirten den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen langfristig zu sichern.
Zu den notwendigen neuen Regelungen gehörten neben einem vorrangigen Kauf- und Pachtrecht für Landwirtinnen und Landwirte, die benachbarte Flächen kaufen oder pachten möchten, die Deckelung von Pachtpreisen, die Bevorratung landwirtschaftlichen Bodens durch die öffentliche Hand und die Genehmigungspflicht von Anteilsverkäufen. Begleitend zu diesen Schritten müssen auch Bundesgesetze novelliert werden.

„Wir wollen den gesetzlichen Rahmen schaffen, Spekulationen mit unseren Lebensgrundlagen den Riegel vorzuschieben. Wir wollen dörfliche Strukturen erhalten und ausbauen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung sichern und eine gute ländliche Entwicklung fördern“, so Hennig-Wellsow abschließend.


Susanne Hennig-Wellsow

Matthias Eckert

"Liebe Erfurter*innen,
in den letzten Jahren haben wir mit der Ramelow-Regierung viel erreicht,
um das Leben in unserer Stadt und ganz Thüringen zu verbessern.
Ein neues Schulgesetz, ein neuer Feiertag und zwei beitragsfreie Kitajahre.
Aber DIE LINKE. und ich wollen mehr erreichen. Ich will unter anderem den Mietendeckel für Thüringen, eine sozial-ökologische Wende und ein Modellprojekt für ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
Für ein lebens- und liebenswertes Erfurt, indem wir gemeinsam aufwachsen, zusammenleben und alt werden können.

Ihre Susanne Hennig-Wellsow"

Susanne Hennig-Wellsow ist Landesparteivorsitzende der LINKEN in Thüringen und Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag.