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Susanne Hennig-Wellsow

Lasst niemanden allein

Hättet ihr mich im Dezember letzten Jahres gefragt, was ich von 2020 erwarte, meine Vorstellungen und die erlebte Realität hätten weit auseinander gelegen. Ein solches Jahr - so turbulent, an vielen Stellen überraschend und besonders – hat niemand vorausgesagt. Und wenn es doch jemanden gegeben hätte, wir hätten ihn wohl für verrückt erklärt.

Jetzt ist es schon wieder Anfang Dezember und ich weiß nicht, wo die ganze Zeit des letzten Jahres hin ist - so viel war los in Thüringen. Erst die Wahl von Kemmerich, dem Fünfprozenter in Cowboystiefeln, dann die Frage ob die Wiederwahl des ersten linken Ministerpräsidenten überhaupt stattfinden kann, weil ein Kollege der CDU gleich zweimal in Südtirol Ski fahren war und mit Corona-Verdacht nach Hause kam.

Zum Glück wurde Bodo wiedergewählt, bevor Corona Thüringen erreichte. So konnten die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und die Hilfen für die Menschen und Unternehmen im Freistaat rechtzeitig beschlossen werden. Das Augenmerk der Landesregierung, unserer Fraktion und der Partei lagen und liegen stets darauf, alle mitzunehmen und niemanden zurückzulassen.

Wir haben in diesem Jahr noch einmal auf besondere Weise erfahren, wie verschieden die Lebenswelten sind und welche sozialen Unterschiede es gibt. Während einige einfach von zuhause arbeiten können und sich freuen, während der Telefonkonferenz noch die Spülmaschine einzuräumen, bedeuten Kontaktbeschrängungen für andere Warten in einem beengten Zuhause, Sorgen um Einkommen und zusätzlichen Stress. In manchen Pflegeheimen und Krankenhäusern ist die Situation katastrophal, oftmals steht den dort Beschäftigten das Wasser bis zum Hals. Während die einen also unter vielen Lagen Schutzausrüstung schwitzen müssen, marschieren andere ohne Masken durch Innenstädte, gefährden andere und wähnen sich in einer Diktatur. Auch das ist Deutschland in der Pandemie.

Ja, natürlich: Wir würden jetzt alle lieber neben einander auf der Weihnachtsfeier sitzen, statt emotional und räumlich getrennt in unseren Wohnungen ausharren zu müssen. Dieses Jahr geht es aber nicht anders. Das Fest, dass wir so gerne im Kreis unserer Familien und Freunde feiern, verlangt uns dieses Jahr einiges ab. Aus Nächstenliebe und Solidarität gilt es, 2020 anders zu feiern als sonst. Nehmt euch dieses Jahr mehr Zeit für alle jene, die nicht neben euch sitzen können. Ruft alte Freundinnen und Freunde an, meldet euch bei Onkels und Tanten, seid bei aller Distanz euren Omas und Opas nah. Lasst niemanden allein. Das Ende dieses Jahres ist eine Gelegenheit für Besinnung und Rückschau, aber auch eine für neue Pläne. Vor allem aber: Bleibt gesund! Gemeinsam stehen wir das durch.

Ich wünsche euch Frohe Weihnachten, einen Guten Rutsch! Und fühlt euch gedrückt.

Eure Susanne


Video: Blu­men­strauß-Wurf

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Wir wollen ein Thüringen, in dem der soziale Zusammenhalt stark ist, in dem es gerecht zugeht, in dem die Menschen sich sicher fühlen. Eine solidarische und weltoffene Gesellschaft ist unser Ziel, ein Land, in dem wir gerne gemeinsam leben. Ökologische Erneuerung, Ausweitung der Demokratie, nachhaltiges Wirtschaften und Zukunftschancen für alle gehören zu unserem politischen Kompass. Gute Lebensbedingungen für alle zu schaffen, ist für uns eine Frage sozialer Gerechtigkeit und ermöglichter Freiheit. Wir kümmern uns vor Ort, gestalten im Hier und Heute. Antifaschismus und das engagierte Eintreten gegen jede Form von Hass und Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir stellen seit 2014 den Ministerpräsidenten und regieren in einer rot-rot-grünen Koalition. Im Parlament haben wir viel erreicht: Große erste Schritte für ein besseres Thüringen sind gemacht.

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