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Finger weg vom freien Sonntag

Anlässlich der Forderung der IHK Erfurt die Sonntagsregelung für den Einzelhandel in Thüringen auszusetzen kommentiert Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag: „Die Kolleg*innen im Einzelhandel sind in Zeiten einer Pandemie besonderen Gefahren und Belastungen ausgesetzt und brauchen ihre Freizeit. Der arbeitsfreie Sonntag ist in unserer Verfassung verankert und bedeutet für viele Menschen im Einzelhandel einen verlässlichen freien Tag, an dem sie sich von oft überlangen Ladenöffnungszeiten erholen können. DIE LINKE bleibt dabei: der freie Sonntag ist ein Anrecht, das nur in begründeten Ausnahmefällen eingeschränkt werden darf.“ Die klare Absage der Ministerin Heike Werner an den Vorstoß der IHK sei daher zu begrüßen und es bleibe zu hoffen, dass diese unsägliche Debatte damit beendet ist.

Die Abgeordnete führt aus: „Der Versuch die Lockerung des Arbeitsverbots an Sonntagen durch den Verweis auf geringere Staatshilfen für Unternehmen des Einzelhandels zu legitimieren, ist durchschaubar. Nachdem die Ausweitung der Wochenendarbeit und der verkaufsoffenen Sonntage in den letzten Jahren auf lauten Widerstand von Gewerkschaften stoßen, scheinen deren Befürworter*innen Fakten schaffen zu wollen. Mit einer rot-rot-grünen Landesregierung wird diese Strategie nicht aufgehen.“ Die Profitinteressen einiger Unternehmer*innen dürften nicht dazu führen, dass die Belastungen für Arbeitnehmer*innen weiter erhöht werden. Vielmehr sollten Kommunalpolitiker*innen reinen Geschäftsinteressen eine Absage erteilen und darauf hinwirken, dass die Verordnung des Landes zu verkaufsoffenen Sonntagen streng eingehalten wird, schließt Güngör. 


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