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Ein Sommergeld für Ärmere

Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hat eine 500-Euro-Sonderzahlung im Sommer für Menschen mit niedrigem Einkommen gefordert. Empfänger*innen von Sozialleistungen wie Hartz IV oder Wohngeld sollten zum 1. Juli einmalig ein Urlaubsgeld in dieser Höhe überwiesen bekommen, sagte Hennig-Wellsow der Deutschen Presse-Agentur. »Ein solches Sommergeld käme nicht nur der am Boden liegenden einheimischen Gastronomie und dem Gastgewerbe zu Gute, sondern würde auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.« Ärmere Menschen hätten in den vergangenen Monaten durch beengte Wohnverhältnisse und wenig Auskommen besonders unter den Corona-Maßnahmen gelitten. 

Zum Hintergrund: 

Seit mehr als einem Jahr wütet die Pandemie. Und sie kostet vor allem Menschen mit wenig Geld und kleinen oder gar keinen Wohnungen Leben und Gesundheit. Das zeigen alle verfügbaren Daten deutlich. Wer wenig verfügbares Einkommen hat, kann sich die zusätzlichen Kosten für besseren Gesundheitsschutz kaum leisten. Wer in beengten Verhältnissen wohnen muss, weil die Mieten so teuer sind, lebt auch im Lockdown gefährlicher. Wer sich kein Auto leisten kann, kann in der Pandemie überfüllte öffentliche Verkehrsmittel nicht meiden. Wer schlecht bezahlte Jobs machen muss, kann sich viel seltener im Homeoffice schützen. 

Aber was macht die Bundesregierung? Die hat in über einem Jahr Corona-Krise alle Rufe nach einem dauerhaften Corona-Aufschlag auf die Grundsicherung überhört. Es gab eine Einmalzahlung, die den Namen kaum verdient hat. Jeder Konzern hat hierzulande mehr Aussicht auf wirksame Hilfe als Hunderttausende, bei denen die Pandemie sich durch ein ohnehin schon leeres Portemonnaie frisst. Weiterlesen


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.