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Damit sich die Dinge ändern

Rund 700 Menschen auf dem Weimarer Unesco-Platz - das war ein sehr gut besuchter Wahlkampfabend mit der LINKEN-Vorsitzenden und Direktkandidatin Susanne Hennig-Wellsow, die Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine an ihrer Seite hatte. Auch das Medieninteresse war beträchtlich.

Hennig-Wellsow, die für Erfurt, Weimar und das Grammetal in den Bundestag einziehen will, machte noch einmal deutlich, dass es bei dieser Bundestagswahl um eine Richtungsentscheidung geht: Noch mehr »der Markt wird es schon richten« - oder endlich mehr soziale Verantwortung für die Gesellschaft? Noch mehr Reichtum für ein paar Reiche - oder endlich mehr soziale Infrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge für alle? Noch mehr Politik für die kurzfristigen Interessen der Konzerne - oder endlich sozialen ökologischen Wandel für die Zukunft der Mehrheit?

Die Republik brauch keinen »bürgerlichen Reset-Knopf«, wie die Rückwärts-CDU meine, so die LINKEN-Co-Vorsitzende, sondern einen solidarischen Schritt nach vorn. Eine Stimme für die LINKE sei eine Stimme für gerechte Umverteilung, neue soziale Sicherheit und wirksamen Klimaschutz.

»Wir bestehen darauf, dass sich die Dinge ändern, weil sie geändert werden können«, so Hennig-Wellsow. »Das gilt umso mehr nach anderthalb Jahren Corona. Millionen wurden von dieser Jahrhundertkrise getroffen und sie alle brauchen jetzt ein sicheres Fundament und eine soziale Perspektive für ihre Existenzen und ihre Lebensträume. Wir stehen dafür ein, dass das längst Überfällige an sozialen, demokratischen und ökologischen Veränderungen auch verwirklicht wird. Wir sagen nicht nur, wie es besser gemacht werden könnte. Wir wollen es auch anders machen.«

Prominente und mit viel Beifall bedachte Unterstützung erhielt sie von Sahra Wagenknecht. Sie sei »natürlich nicht nur deshalb hier, weil Weimar so schön ist.«, sagte die frühere Bundestagsfraktionsvorsitzende und kritisierte in ihrer Rede unter anderem die Außenpolitik der Großen Koalition. Auch die mangelnden Investitionen in die Daseinsvorsorge sprach Wagenknecht an: Die Corona-Krise habe gezeigt, wie die Gesundheitsämter kaputtgespart worden seien.

»Wir brauchen endlich wieder einen handlungsfähigen Staat«, so Wagenknecht, die daran erinnerte, dass die LINKE »noch nie einen müden Euro von einem Rüstungskonzern, von einer großen Bank oder einer anderen Wirtschaftslobby bekommen hat«. Dass Menschen erst die ohnehin zu niedrigen Hartz-IV-Leistungen bekämen, wenn sie ihr Erspartes weitgehend aufgebraucht haben, stieß ebenfalls auf Wagenknechts Unmut: »Das findet die CDU völlig normal, kleinen Leuten das Geld wegzunehmen.«

Die Politikerin hatte zuvor in einem Interview mit der »Thüringer Allgemeinen« vor einer Wahl der rechtsradikalen AfD gewarnt, diese wolle »soziale Leistungen kürzen, Reiche steuerlich entlasten und sie befürwortet Kriege, zumindest wenn es um Rohstoffe und andere Wirtschaftsinteressen geht. Das ist rechts und das Gegenteil dessen, wofür ich eintrete«.

Auch Oskar Lafontaine, Mitgründer der LINKEN, ruft zum Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit auf. Es schade der Demokratie, wenn die Vermögen so ungleich verteilt sind wie es in der Bundesrepublik der Fall ist. Auch bei den Themen Rente, Niedriglohnsektor und Hartz IV plädiert Lafontaine leidenschaftlich für eine soziale Umkehr im Interesse der Mehrheit. Und er betonte die Antikriegshaltung der LINKEN: »Ohne Frieden ist alles nichts.«

Susanne Hennig-Wellsow resümierte den Abend mit den Worten: »Ein voller Platz, starke Reden, ich bin zufrieden. Gemeinsam streiten wir für eine soziale Politik für die Mehrheit der Gesellschaft in unserem Land.« (Redaktion)


Wahlspot Susanne Hennig-Wellsow zur Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021

Liebe Wählerinnen und Wähler in Erfurt, Weimar und dem Grammetal,

DIE LINKE hat knapp den Einzug in den Bundestag geschafft, das stellt uns in den kommenden vier Jahren vor besondere Herausforderungen.
Ich werde Erfurt, Weimar und das Grammetal im Bundestag, für Sie und Euch, vertreten.
Für eine gerechte, lebensfrohe Zukunft für dieses Land und für Sie. Ich streite für diejenigen, die von der Politik bisher zurückgelassen wurden. Mit klarer Haltung gegen Rechts und für mehr Demokratie.

Susanne Hennig-Wellsow

Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.