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Susanne Hennig-Wellsow

Beim Ampelfortschritt vergessen

Ich habe zum Sondierungspapier gesagt, offenbar hat die FDP die Bundestagswahl gewonnen. Ich habe jetzt beim Koalitionsvertrag der Ampel leider keinen Anlass, mich in dieser Frage zu korrigieren. Wer die Abteilung Reichtumsschutz mit an Bord hat, dem fehlt beim zu klein geratenen Klimaschutz dann auch noch der Sozialschutz. Ich verkenne nicht, dass die Ampel in manchen Bereichen für gesellschaftspolitische Verbesserungen sorgen will, aber ich kann deshalb doch nicht übersehen, dass es in zentralen Fragen ganz und gar nicht besser wird.

Es reicht nicht, Gerechtigkeit irgendwo mit in die Überschrift zu schreiben, wenn die sozial- und verteilungspolitischen Vorhaben dann viel zu klein ausfallen. Rente über den Aktienmarkt sichern und Wohnungsnot durch den Bau von Luxuswohnungen überwinden? Der Fortschritt dieser Ampel ist ein Fortschritt für Gutverdienende und die enorme Ungleichheit bei der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums bleibt unangetastet.

Mit Selfies und schönen Worten sind Millionen Menschen, die jetzt vom Wandel in der Arbeitswelt betroffen sind, leider nicht geholfen. Die Ampel hat mit diesem Vertrag deutlich gemacht, für wen sie Politik macht – und für wen nicht: Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen werden beim Ampelfortschritt fast überall vergessen. Und, weil es mir am Herzen liegt: Was zu Ostdeutschland im Koalitionsvertrag steht, ist mehr als enttäuschend. Ich lese da abermals nur Ankündigungen, seit 30 Jahren geht das schon so. 


Wahlspot Susanne Hennig-Wellsow zur Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021

Liebe Wählerinnen und Wähler in Erfurt, Weimar und dem Grammetal,

DIE LINKE hat knapp den Einzug in den Bundestag geschafft, das stellt uns in den kommenden vier Jahren vor besondere Herausforderungen.
Ich werde Erfurt, Weimar und das Grammetal im Bundestag, für Sie und Euch, vertreten.
Für eine gerechte, lebensfrohe Zukunft für dieses Land und für Sie. Ich streite für diejenigen, die von der Politik bisher zurückgelassen wurden. Mit klarer Haltung gegen Rechts und für mehr Demokratie.

Susanne Hennig-Wellsow

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Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.