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Susanne Hennig-Wellsow

9. November - Antisemitismus entschieden entgegentreten

„Der 9. November mahnt uns nicht nur, dass Antisemitismus in der Vergangenheit viel Schrecken und Gräuel verursacht hat, sondern auch eine Gefahr in der Gegenwart darstellt. Erst kürzlich jährte sich der antisemitisch motivierte Anschlag in Halle. Mehr als 350 Ermittlungsverfahren wurden in Thüringen in den letzten fünf Jahren wegen antisemitischer Delikte eingeleitet, allein 30 weitere kamen im ersten Halbjahr 2020 hinzu. Es bleibt daher unsere historische und aktuelle Verantwortung, Hass und Vorurteile gegen Jüdinnen und Juden energisch entgegenzutreten.“, erklärt die Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow
Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag, der alle daran erinnert, dass Grund- und Freiheitsrechte keine Selbstverständlichkeit sind. Am 9. November 1938 überfielen Nazis in ganz Deutschland Jüdinnen und Juden, verhafteten und ermordeten sie, steckten Synagogen in Brand, zerstörten tausende Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe.
Hennig-Wellsow betont vor dem Hintergrund des Anschlags von Halle, dass es weiterhin bundesweit Verbesserungen zum Schutz der Einrichtungen von jüdischen Gemeinden und Gebetshäusern braucht, aber auch für Einrichtungen der muslimischen Gemeinden, Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten sowie zivilgesellschaftlich aktive Verbände und Einrichtungen. Ab 1. Januar nimmt die Thüringer Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus ihre Arbeit auf (www.report-antisemitism.de). Entsprechende Vorfälle sollten ihr zur Kenntnis gegeben werden.
Die Landesvorsitzende weiter: „Antisemitismus ist vollkommen inakzeptabel, ganz gleich ob er aus einer neonazistischen Motivation, aus einer islamistischen oder einer anders gelagerten Motivation heraus entsteht. Es ist wichtig, Misstrauen gegen Jüdinnen und Juden abzubauen und deutlich zu machen, dass jüdisches Leben über 900 Jahre Thüringen geprägt und bereichert hat und Teil unseres Alltags ist.


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