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Heike Werner, Steffen Dittes

8. Mai: Tag der Befreiung

Zum 8. Mai 2021, dem 76. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus erklärt der stellv. Landevorsitzende, Steffen Dittes, in Erfurt: "Der 8. Mai steht für den Sieg der Alliierten über den deutschen Faschismus und die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Am 8. Mai 1945 endete der grausamste Vernichtungskrieg der Menschheitsgeschichte und setzte dem Holocaust, dem singulären Verbrechen an Millionen Jüdinnen und Juden, der Vernichtung der Sinti und Roma und der 12-jährigen Schreckensherrschaft ein Ende. Befreit wurden die besetzen Länder, die aus ihnen verschleppten Menschen und die in Konzentrations- und Vernichtungslagern gefangen gehaltenen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kommunisten und Sozialdemokraten, Christen und die vielen anderen Menschen, die Widerstand leisteten oder dem abscheulichen Menschenbild der Nazis widersprachen.“

Der jüdische Kulturkritiker Walter Benjamin schrieb auf seiner Flucht vor den Nationalsozialisten: „Auch die Toten werden vor dem Feind nicht sicher sein“. Dazu ergänzt Heike Werner: „Unser Erinnern wandelt sich. Nur noch wenige Menschen können mahnend aus ihrer erlebten Geschichte von den Verbrechen berichten. Gleichzeitig erleben wir, wie alte und neue Rechte versuchen, der Gesellschaft ihre Umdeutung der geschichtlichen Ereignisse aufzudrücken. Heutige Nazis wollen die Orte der Erinnerung vereinnahmen, weil sie unsere Erinnerung an das Menschheitsverbrechen ihrer historischen Ziehväter ausradieren möchten. Dies erleben wir zunehmend etwa in der Gedenkstätte hier in Buchenwald. Es sind daher nicht nur die schrecklichen Morde in Hanau oder Halle, die uns allzu deutlich zeigen, dass extrem rechte Einstellungen und Antisemitismus eine schleichende Renaissance erlebt haben. Der 8.Mai markiert den Sieg von Menschlichkeit und Demokratie über den Faschismus. Er ist somit auch Handlungsaufforderung an die heutigen Generationen, sich jeder Form von Faschismus entgegenzustellen und die Erinnerung an die Menschen wach und lebendig zu halten, die von Nationalsozialisten ermordet wurden.“

Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges erneuern Heike Werner und Steffen Dittes für DIE LINKE. Thüringen die Forderung, den 8. Mai zum bundesweiten Feiertag zu erklären.


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.