Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Susanne Hennig-Wellsow

Eine erschöpfte Volkspartei

Nach anderthalb Jahrzehnten CDU-Kanzlerschaft endet eine Ära der Visionslosigkeit, des Irgendwie-Durchkommens, der richtungslosen Politik. Angela Merkel war nicht deshalb geschätzt, weil sie eine große Idee von Zukunft glaubhaft vertrat. In den Umfragen zur Kanzlerin drückte sich etwas ganz anderes aus: die Sorge, mit jemandem anderen aus der Union werde es noch schlechter. Dieser Zeitpunkt steht nun bevor.

Die Mehrheit weiß, dass Solidarität, Sicherheit und Geborgenheit neue Antworten brauchen. Egal ob es um Bildung, Pflege, Gesundheitswesen, gute Arbeit, die Not der Geflüchteten, Demokratie, Mitbestimmung, individuelle Lebensmodelle, lebenswerte Kommunen, saubere Mobilität geht. Viele wünschen sich, dass Herausforderungen angepackt und nicht wegmoderiert werden. Es geht schlicht und einfach um soziale Fundamente für eine sichere Zukunft.

Von der Union ist das nicht mehr zu erwarten. Mehr als 30 Jahre nach der deutschen Einheit lassen sich viele in diesem Land, die Menschen mit ihren Hoffnungen, Wünschen, Nöten, nicht mehr von den politischen Dinosauriern der Vergangenheit beeindrucken. Sie suchen sich ihre Mehrheiten selbst – und das ist gut so.

Mehr im Gastbeitrag von Susanne Hennig-Wellsow in der Tageszeitung "Die Welt"


Susanne auf Twitter

Unsere Politik

Ein zentraler Anspruch an uns selbst lautet, sich nicht abzufinden mit Zuständen, die viele Menschen von den großen Möglichkeiten ausschließen, die diese Gesellschaft längst hervorbringt. Die Welt ist reich genug für alle, das sehen wir jeden Tag und wir sehen auch, wer diesen Reichtum produziert. Wir wollen, dass die Gesellschaft der vielen auch wieder mehr davon hat, und sich nicht wenige einen großen Teil davon aneignen. Wir bestehen darauf, dass sich Dinge ändern, weil wir sehen und spüren, wo es den Menschen an gesellschaftlicher Anerkennung, an sozialem Respekt, an ermöglichter Würde fehlt. Damit ist in knapper Form das umrissen, was unsere Verantwortung ausmacht. Verantwortung? Damit wird üblicherweise die Übernahme einer Verpflichtung bezeichnet, und wir können das ganz wörtlich für unseren politischen Standpunkt nehmen: die Verantwortung, alles in Bewegung zu setzen, damit Menschen besser, selbstbestimmter, sicherer und geborgener leben können.