„Das Problem sind nicht die vielen Studierenden, sondern es ist der Geldmangel der Hochschulen“, so die Kritik von Susanne Hennig mit Blick auf den von der Landesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Einschränkung des Hochschulzugangs in Thüringen.
„Studiengänge über einen Numerus Clausus attraktiv zu machen und einer damit einhergehenden Profilneurose aufzusitzen, ist kontraproduktiv für die Entwicklung des geistigen Potenzials des Freistaates“, sagt die Sprecherin für Studierendenfragen der Linksfraktion. Im Bildungsausschuss habe die LINKE den Gesetzentwurf der Landesregierung ohne Änderungsanträge rundweg abgelehnt, und dies u.a. deshalb, weil er den Hochschulen ermöglicht, einen NC für Masterstudiengänge einzuführen. Auch sei das Land nicht bereit, die Kosten für das dialogorientierte onlinebasierte Serviceverfahren zur Vergabe von Studienplätzen zu tragen bzw. diese Kosten den Hochschulen zu erstatten.
„Wir sind gegen neue Einschränkungen und Begrenzungen“, betont Hennig und verweist darauf, dass in Deutschland die Studierquote in den letzten Jahren bereits von 39 auf 36 Prozent eines Jahrgangs zurückgegangen ist. Viele andere europäische Länder liegen bei über 50 Prozent. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass Deutschland Milliarden für Banken und Rüstung ausgibt, aber nicht genug Geld hat, allen Studierenden, die dies wünschen, ein selbst gewähltes fünfjähriges Hochschulstudium zu ermöglichen. Wir lassen uns von der Bundes- und Landesregierung nicht erpressen. Der Master muss für jeden und jede ohne Beschränkung studierbar sein ", so die LINKE Politikerin abschließend.