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9h Susanne Hennig
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Bodo Ramelow

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13. November 2017

Hennig-Wellsow: Gesellschaftlichen Austausch mit Russland ausbauen

Nach einer dreitägigen Reise auf Einladung der „Staatlichen Regionaluniversität Moskau“ (MGOU) in die russische Hauptstadt erklärt die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Vorsitzende der Thüringer Linkspartei Susanne Hennig-Wellsow:

„Wir brauchen mehr Austausch mit Russland und der russischen Gesellschaft. Besuche, direkte Kontakte und Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik können positive Entwicklungen und ein besseres wechselseitiges Verständnis ermöglichen. Gerade die ostdeutschen Bundesländer können durch ihre historischen Kontakte, Erfahrungen und Sprachkenntnisse Brückenbauer zwischen West und Ost sein. Ein konstruktiver Dialog über Gemeinsamkeiten und Differenzen ist nötig. Die Sanktionen gegen Russland müssen aufgehoben werden, sie behindern Zusammenarbeit und Entwicklung - das hat der Landtag in seinem gemeinsamen Beschluss von r2g und CDU im März 2017 klargestellt. Ich werde die Thüringer Landesregierung bitten, zu prüfen, wie die Zusammenarbeit mit der russischen Gesellschaft in Zukunft intensiviert werden kann.“

Hennig-Wellsow war gemeinsam mit dem Vorsitzenden der „Deutsch Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V.“, Dr. Martin Kummer, vom 9. bis 12. November auf Einladung der Staatlichen Regionaluniversität Moskau (MGOU) in der russischen Hauptstadt. Dr. Kummer sagte nach der Reise: „Für unsere Freundschaftsgesellschaft bleibt es das Ziel, dass wir in Thüringen zu einer Regionalpartnerschaft kommen.“

Am 10. November hielt Hennig-Wellsow vor etwa 100 Studierenden und WissenschaftlerInnen einen Vortrag über die Funktionsweise des Thüringer Landesparlaments, den föderalen Aufbau der Bundesrepublik und aktuelle Landespolitik. Im Anschluss diskutierte sie u.a. mit Studierenden der Sonderpädagogik über Fragen von Inklusion in der Bildung, Datenschutz und öffentlicher Infrastruktur in Deutschland und Russland. Zudem standen ein Gespräch mit WissenschaftlerInnen der Universität über mögliche Kooperationen, ein Besuch bei der Wahlkommission der Stadt Moskau und ein Gespräch mit deren Leiterin sowie ein Besuch des Ehrenmals des unbekannten Soldaten im Alexandergarten für die im 2. Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten auf dem Programm.